Beschlüsse des SPD-Ortsvereins Mittenwalde zur Weiterleitung  an die SVV Mittenwalde , den SPD-Unterbezirksparteitag Dahme Spreewald mit der Bitte um Weiterleitung an den SPD-Landesparteitag bzw. den SPD-Bundesparteitag.

 

 

In der Vorbereitung des Unterbezirksparteitages der SPD-Dahme Sreewald im April 2018 haben die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Mittenwalde anstehende Sachthemen und Problemfelder diskutiert und die Ergebnisse in den nachfolgenden Anträgen  beschhlossen und dem SPD-Unnterbezirk Dahme Spreewald mit der Bitte um Beschlußfassung und  Weiterleitung an den SPD-Landesparteitag bzw. SPD-Bundesparteitag vorgelegt.

 

Die vom SPD-Ortsverein Mittenwalde eingebrachten Anträge wurden bis auf die Anträge  "Einstellung des Ausbaus von Windkraftanlagen in den Wäldern" und "Gebührenfreie KITA-Betreuung für alle Kinder in Brandenburg" mit geringen Modifizierungen von den Delegierten des SPD-Unterparteitages gebilligt und  beschlossen.

 

 

 

 

Ausbau der S-Bahnlinie S 46  von Königes Wusterhausen bis Mittenwalde  (Antrag vom 14.04.2018)

 

Um den steigenden Zuwachs an Pendlern im Raum  Königs Wusterhausen gerechtn zu werden, ist der Ausbau der S-Bahnlinie  S  46 von Königs Wusterhausen bis Mittenwaklde in die  Landesverkehrsplanung aufzunehmen und zügig umzusetzen.

 

Begründung:

   Der Landesparteitag fordert die Landesregierung auf, sich den enorm steigenden Pendlerzahlen im  Raum Königs Wusterhausen anzunehmen und durch den zügigen Ausbau der S-Bahnstrecke S 46 von Königs Wusterhausen bis Mittenwalde, die Konzentration der Pendler auf dem alleinigen Bahnhof Königs Wusterhausen entgegen zu wirken. Aus der Stadt Königs Wusterhausen pendeln täglich 10.700 Einwohner und allein aus den drei Anliegergemeinden Mittenwalde, Bestensee und Heidesee kommen weitere 8.000 Pendler hinzu. Der in der Innenstadt der Stadt Königs Wusterhausen gelegene Bahnhof, die Verkehrsinfrastruktur in der Innenstadt und die umliegenden Parkplätze sind schon jetzt an den Kapazitätsgrenzen angelangt. Durch die Verlängerung der S-Bahn auf der noch vorhandenen Trasse der ehemaligen Königs Wusterhausen  - Mittenwalde - Töpchiner Kleinbahn (KMTE) um ca. 8 Km, könnten allein aus der Sadt Mittenwalde 3.300 Auspendler und auch  3.400 Einpendler zwischen Wohnort und Arbeitsplatz befördert werden. Diese Maßnahme entlastet auch die Umwelt, da der Individualverkehr mit dem PKW sich erheblich verringern würde und damit der Ausstoß von umweltbelastenden Emissionen reduziert werden kann.  

 

 

Schichtarbeit bei der Festsetzung der Regelaltersgrenze in der Rentenversicherung berücksichtigen (Antrag vom 14.04.2018)

Ständige Schichtarbeit wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus und belastet besonders das familiäre Zusammenleben. Deshalb sind Zeiten in Schichtarbeit bei der Festsetzung der Regelaltersgrenze  in der Rentenversicherung zu berücksichtigen.

 Begründung:

In der Bundesrepublik Deutschland arbeiteten laut EUROSTAT im Jahr 2016 fast 17,4 % der Beschäftigten in Schichtarbeit. Das ein ständiger Wechsel der Arbeitszeit zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungn führt, ist wissensschaftlich bewiesen. Schichtarbeit bedeutet auch Einschränkungen für das Sozial- und Privatleben und gerade in Familien mit Kindern ist ein geregeltes Zusammenleben beeinträchtigt. Um diesen hohen Belastungen Rechnung zu tragen, sind Zeiten in Schichtarbeit bei Festlegung der individuellen Regelaltersgrenze, ohne finanzielle Auswirkungen auf die Höhe der Rentenzahlung, mindernd zu berücksichtigen. Denkbar wäre bei 10 Jahren Schichtarbeit ein um 12 Monate früherer Rentenbezug, zu den gleichen Bedingungen, als wenn die individuelle Regelaltersgrenze erreicht worden wäre.

 

 

Einstellung des Ausbaus von Windkraftanlagen in den Wäldern (Antrag vom 14.4.2018)

 

Der Landesparteitag fordert die Landesregierung auf, den weiteren Ausbau von Widkraftanlagen in Wäldern einzustellen, um damit weitere schwerwiegende Eingriffe in das Ökosystem "Wald" zu unterbinden.

 

Begründung:

 

Mit Beginn des Jahres 2017 waren ca. 300 Windkraftanlagen in Wälderrn installiert und  bis zum heutigen Zeitpunkt wurden weitere 330 Anlagen beantragt. Die  Landesregierung hält den Bau von Windkraftanlagen in Wäldern für erforderlich, um die  von ihr definierten Ausbauziele an erneuerbaren  Energien zu erreichen. Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und  Landwirtschaft begründet das Betreiben von Windkraftanlagen in Wäldern mit der Nabenhöhe der Anlagen, deren Ende der Rotorblätter über den Baumspitzen kreisen und dadurch eine Beeinträchtigung des Waldes nicht erfolgt. Die  Behörde bewertet die  Wälder nach deren Bedeutung für die Natur und kommt zu dem Ergebnis, dass eine Waldumwandlung zur Errichtung von Widkraftanlagen in "minderen Wäldern" unbedenklich ist. Unabhängig davon, dass schon die Einstufung eines Waldes nach seiner Wertigkeit überaus bedenklich ist, wird jedoch verkannt, dass beispielsweise schon durch das Errichten eines Fundamentes für eine Windkraftanlage ca. 1500 cbm Waldboden durch Stahlbeton ersetzt werden und dadurch der Boden und der Wasserhaushalt des Ökosystems "Wald" dauerhaft zerstört sind. Ökologische Energieerzeugung darf nicht bedeuten, gleichzeitig Lebensräume zu zerstören. Die Landesregierung wird deshalb aufgefordert, die weitere Zerstörung des Ökosystems "Wald" unverzüglich zu  unterbinden und keine weiteren Genehmigungen für die Errichtung von Windkraftanlagen in Wäldern zu erteilen.

 

 

Trennung von Amt und Mandat für den Erneuerungsprozess in der SPD (Antrag vom 14.04.2018)

 

Der Bundesparteitag möge beschließen, dass der / die Vorsitzende auf Bundes- und Landesebene nicht  gleichzeitig ein Ministeramt oder Fraktionsamt ausüben darf.

 

Begründung:

 

Die SPD Mitglieder sind sich darin einig, dass der Erneuerungsprozess höchste Priorität hat und für die Zukunft unserer Partei entscheident ist. Die Ausrichtung der SPD für die nächsten 20 bis 30 Jahre zu definieren, Ideen zu entwickeln, die  Diskussionen in allen Gremien vom Ortsverein bis in den Bundesvorstand zu führen und die Ergebnisse programmatisch zusammenzufassen sind die wichtigsten Aufgaben der Parteivorsitzenden /  des Parteivorsitzenden. Wir im  Ortsverein Mittenwalde sind überzeugt, dass dieses wichtige und existenzielle Vorhaben nur  gelingen kann, wenn der / die Vorsitzende unserer Partei kein Ministeramt oder Fraktionsamt ausüben darf und  sich nur auf diese Aufgaben konzentrieren kann. Dies gilt auch für die / den Vorsitzenden auf Landesebene. Damit wird gewährleistet, dass der Erneuerungsprozess zügig und  ohne Rücksichtnahme auf eigene politische Funktionen gestaltet werden kann. Deshalb fordern wir den Bundesparteitag auf, den § 23 des Organisationsstatutes dahingehend zu ergänzen, dass der Vorsitzende / die  Vorsitzende auf Bundes- oder Landesebene nicht gleichzeitig  ein Minister- oder Fraktionsamt ausüben darf.

 

 

 

Anhebung des Mindestlohns (Antrag vom 14.04.2018)

 

Die Bundesrepublik Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa mit der höchsten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Der Mindestlohn ist der Wirtschaftskraft anzupassen.Deshalb wird die Bundesregierung aufgefordert einen Mindestlohn gesetzlich festzulegen, der in der Höhe so bemessen ist, dass ein würdevolles  Leben, ohne von Armut betroffen zu sein, garantiert ist.

 

Begründung:

 

Trotz steigender Löhne der Arbeitnehmer, sinkender Arbeitslosenquote und Abnehme der Harz IV Empfänger erhöhte sich der  Anteil der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland der von Armut  betroffen war auf   19,7 %  zum Ende des Jahres 2016. Das sind lt. Bundesamt für Statistik in absoluten Zahlen fast 16 Millionen Bundesbürger. Als arm gilt ein Bürger, der als Single über ein Einkommen von weniger als 917,00 € netto und  bei einer Familie mit einem Kind von weniger als 1.192,00 € netto monatlich verfügen kann.

 

Der Miinndestlohn beträgt ab dem Jahr 2017 8,84 € pro Stunde. Daraus resultiert einn monatliches Nettio-einkommen, in Abhängigkeit von den familiären Verhältnissen, zwischen 1.192,00 € bis 1.220,00 €. Dieses Einkommen liegt  knapp über dem Einkommen bezogen auf die Armutsgrenze. Die  Bundesregierung wird deshalb aufgefordert, den gesetzlichen  Mindestlohn unverzüglich auf miindestens 11,00 € pro Stunde festzulegen. Damit ergeben sich Netto-Einkommen zwischen 1.343,00 € und 1.519,00 €, die es den Mindestlohnempfängern ermöglichen, von ihrer Arbeit in Würde zu leben.

 

 

Antrag: Gebührenfreie KITA-Betreuung für alle Kinder in Brandenburg

Das Land Brandenburg verpflichtet sich, die Gebührenfreiheit für alle Kinder in Brandenburger Kitas bis Ende 2018 umzusetzen.

Die frühkindliche Bildung ist ein wichtiger, in die Zukunft gerichteter Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens unseres Landes. Die Anerkennung der Kitas als Bildungseinrichtungen beschränkt sich nicht auf die Kinder im letzten Kita-Jahr, sondern umfasst die Kinder aller Altersgruppen. Die Gebührenfreiheit  ist somit für alle Kinder noch in diesem  Jahr umzusetzen.

Begründung:

1. Insbesondere Familien mit kleinen Kindern befinden sich in der familiären  Aufbauphase, die bei vielfältigen Aufwendungen zudem meist auch mit Einkommenseinschränkungen durch Elternzeit oder Teilzeittätigkeit  verbunden ist. Kita-Gebühren stellen hier eine erhebliche Belastung dar, die den familiären Gestaltungs-und Entwicklungsspielraum erheblich einschränken und nicht selten eine Rolle bei den Familienplanungen spielen.

2. Im Land Berlin erfolgt die Betreuung in Kitas gebührenfrei. Hierdurch ergibt sich zusätzlich zu weiteren finanziell belastenden Infrastruktur-merkmalen (ÖNVP, weitere infrastrukturelle Nachteile) für Familien in Brandenburg ein erheblicher Standortnachteil, der nicht selten für die Wahl des Wohnortes entscheidend ist. Der Zuzug junger Familien ist vor dem Hintergrund. der demografischen Entwicklung zukunftssichernd für den ländlichen Raum, Die Gebührenfreiheit der Kitas ist auch vor dem Hintergrund umgehend und für alle Kinder sicherzustellen.

3. Die generelle Gebührenfreiheit in Kitas ist die Grundvoraussetzung für das sozialdemokratische Anliegen, Kindern so früh wie möglich und unabhängig vom sozialen Status ihrer Eltern oder deren Herkunft, gleiche Bildungschancen  zu ermöglichen und den Zugang zu Bildungseinrichtungen niedrigschwellig zu gestalten.

4. Mit der generellen Gebührenfreiheit in Kitas setzt die SPD ein deutliches Zeichen für das Anliegen der Verteilgerechtigkeit für alle Familien, unabhängig von sozialem Status und Herkunft. Die Stigmatisierung sozial schwacher- und Flüchtlingsfamilien sowie entsprechende politisch geschürte Neid-Debatten werden abgeschwächt. Dies ist im Bereich der frühkindlichen Bildung von besonderer Bedeutung.

5. Der frühzeitige kostenfreie Zugang zu Kitas für alle Kinder ist grundlegende Voraussetzung für ein zukünftiges verständnisvolles und friedliches Miteinander  und die beste Maßnahme zur Integration. Einsparungen im Bereich anderer Integrationsmaßnahmen sind zu erwarten.

6. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist so gut wie nie zuvor. Für eine flächendeckende kostenfreie Kita-Betreuung sind entsprechende Bundesmittel zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

Zu den vorstehend aufgelisteten Anträgen unseres Ortsvereins:

 

Die nachfolgend vom UB Dahme-Spreewald angenommenen Anträge unseres Ortsvereins wurden auf dem Landesparteitag der SPD Brandenburg am 17.11.2018 wie folgt beschlossen:

 

Antrag: Trennung von Amt und Mandat für den Erneuerungsprozess der SPD

Beschluss: Überweisung an Landesvorstand und Landesausschuss 

 

Antrag: Ausbau des SPNV von Königs Wusterhausen bis Mittenwalde

Beschluss: Überweisung an Landtagsfraktion

 

Antrag: Schichtarbeit, die als Vollzeittätigkeit ausgeübt wird, bei der Festsetzung der Regelaltersgrenze in der Rentenversicherung zu berücksichtigen

Beschluss: Annahme

 

Antrag: Anhebung des Mindestlohns

Beschluss: Annahme

 

 

 

 

 

Veröffentlichungen des SPD-Ortsvereins

zur Kommunalwahl 2019

 


        
 

 

 

 




 

 

 



 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auszüge aus dem Grndsatzprogramm:

·    Kitaplätze für alle Antragsteller

·    Schaffung neuer Baupläne für Bildungseinrichtungen bei weiterem Bevölkerungswachstum

·    Schaffung einer eigenen kommunalen Küche zur bedarfsgerechten Versorgung der Kita-Kinder, Schüler und Senioren im gesamten Stadtgebiet

·    Zeitgemäße und moderne Ausstattung aller Jugendfreizeiteinrichtungen

·    Unterstützung bei der Schaffung der Infrastruktur zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung

 

·    Bedarfsgerechte Anpassung der Taktzeiten des ÖPNV

·    Schaffung von Wohnraum zu sozialverträglichen Mieten durch die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft

·    Erhalt der beiden Schulstandorte und bedarfsgerechter Ausbau

·    Erhalt und bedarfsgerechte Ausstattung der Wehren mit Personal und Ausrüstung, Nachwuchsgewinnung für die Jugendwehren

 

·    Das Erfordernis der Konsolidierung der Ausgaben für die laufende Verwaltungstätigkeit hat höchste Priorität im Verwaltungshandeln

·    Die Investitionen sind nach Möglichkeit zu erhöhen, um das gesamte Stadtgebiet als attraktiven Wohn- und Arbeitsort, gerade für Fachkräfte und junge Familien, weiter zu entwickeln

·    Die strategischen Konzepte für die Wirtschaftsentwicklung der Stadt Mittenwalde sind durch die Stadtverordnetenversammlung zu erarbeiten und gemeinsam, nach demokratischen Grundsätzen, mit den Ortsbeiräten und der Stadtverwaltung zu prüfen und umzusetzen

 

·    Eine aktive Beteiligung interessierter Bürger an den Entscheidungen der politischen Gremien und/oder der Verwaltung

·    Einbeziehung interessierter Jugendlicher in die kommunalpolitische Arbeit

·    Schaffung eines Arbeitsgebietes in der Stadtverwaltung für die Evaluierung von Fördermitteln auch für Bürger, Vereine usw.

·    Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ist endlich fertigzustellen

·    Erarbeitung eines Landschaftsplanes für das Stadtgebiet, in dem die konkreten Funktionen und Maßnahmen einer Siedlungsentwicklung dargestellt werden.

 

 

Kommunalpolitik muss Ergebnisorientiert sein – Die Modernisierung der Grundschule Töpchin

 

Über einen langen Zeitraum wurde im Sozialausschuss der Stadt  über den Schulstandort Töpchin diskutiert. Im Ergebnis der Sozialauschusssitzung vom 20.01.2015 wurde auf Antrag der SPD Fraktion eine „AG Grundschule Töpchin“ gebildet, um den Schulstandort zu sichern und somit die Bedingungen in der Grundschule den Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Unter meiner Leitung tagte die AG fraktionsübergreifend mehrmals.  Auf Antrag unserer SPD Fraktion vom 21.05.2015 wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppe mit der Schaffung eines Sekretariats, eines Schulleiterzimmers, sowie den Anbau von 2 Klassenräumen für Naturwissenschaften und den künstlerischen Bereich (6+2 Lösung) der SVV zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt. Über alle Parteien hinweg stimmte man dem Antrag zu und ging zügig an die Umsetzung. Seit 2018 nutzen die Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen die verbesserten Bedingungen als Resultat unserer Ergebnisorientierten Politik.

 

F. Kausch

SPD Fraktionsvorsitzender

 

 

 

Kommunalpolitik muss verlässlich sein – Der Ortsteil Gallun und die MEAB Mittel

 

Die Galluner Bürgerinnen und Bürger haben aufgrund der Sondermüllverbrennungsanlage und der Mülldeponie besondere Belastungen auch durch den innerörtlichen Straßenverkehr sowie Gefahren zu ertragen. Dafür reicht die MEAB jährlich Mittel zur infrastrukturellen Stärkung der betroffenen Gemeinden an, die nicht direkt im Haushalt geplant werden, da die Summe vorher nicht bekannt ist. Bereits 2004 fasste die Stadtverordnetenversammlung (SVV) nach der Gemeindegebietsreform einen Beschluss, diese jährlichen Mittel für Infrastrukturmaßnahmen im Ortsteil Gallun zu verwenden.

Dieser Beschluss wurde über die Jahre „verwässert“ und in seiner Eindeutigkeit nicht mehr so angewendet.

 

Für die SPD Fraktion war klar, die belastende Situation hat sich in Gallun  nicht verändert und der Beschluss wurde nicht aufgehoben bzw. neu gefasst. Mit erneutem Antrag der SPD Fraktion vom 11.05.2018 zur  Stadtverordnetenversammlung, diesen Beschluss von 2004 zur Verwendung der MEAB Mittel aufrecht zu erhalten und den Ortsbeirat von Gallun das Vorschlagsrecht für infrastrukturelle Maßnahmen zu geben, wurde in der SVV 2018 entsprochen.

Politik muss verlässlich und berechenbar sein, dafür setzte sich die SPD Fraktion auch in Gallun ein!

 

F. Kausch

SPD Fraktionsvorsitzender

 

 

 Vertrag zur Nutzung kommunaler Sportstätten

Die Stadtverordneten beauftragten den Vergabeausschuss u.a. mit der Ausarbeitung eines Mustervertrages für die Nutzung von kommunalen Sportstätten in der Stadt Mittenwalde. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, des Vergabeausschusses und der Stadtverwaltung erarbeiteten einen Muster-Vertragstext, der anschließend den Vereinen, mit der Bitte um Stellungnahme übergeben wurde. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe besprachen ausführlich die einzelnen Punkte des Vertragstextes. Gab es unterschiedliche Auffassungen zu einzelnen Punkten, so wurde in den Diskussionen immer eine gemeinsame Lösung gefunden. Durch den Vertrag gelten zukünftig für alle Vereine gleichwertige grundlegende Bestimmungen, unter Beachtung vereinsspezifischer Gegebenheiten.  Die Vielschichtigkeit der Thematik wurde besonders deutlich in den Gesprächen mit den Vereinsvorständen zum Mustervertrag und in deren schriftlichen Stellungnahmen. Dabei ist es der Arbeitsgruppe nicht durchgehend gelungen, den einzelnen Vereinsvorständen die Inhalte und Ziele des vorliegenden Mustervertrages zu erläutern. Die Entscheidungskompetenz der Sportvereine in ihren finanziellen Angelegenheiten soll durch den Mustervertrag in keiner Weise eingeschränkt werden. Der Meinungsaustausch ist deshalb fortzusetzen, auch in dem Bewusstsein der besonderen sozialen Verantwortung unserer Sportvereine, die sie in unserem Stadtgebiet wahrnehmen.

Jürgen Bonnes

 

 

Radwege in und um Mittenwalde

Ausreichend lautet das Ergebnis einer Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs ADFC unter 62 Mittenwalder Bürgern. Jährlich befragt der Fahrrad-Club Bürgerinnen und Bürger wie sie die Radwege in ihren Gemeinden einschätzen. Die Note 4 ist das durchschnittliche Ergebnis der Befragung, d.h. es gibt Kriterien die besser, aber auch schlechter bewertet wurden. Für die Mitglieder des SPD Mittenwalde ist die schlechte Bewertung für das Kriterium „Fahren im Mischverkehr mit KFZ“ keine Überraschung und eine weitere Bestätigung für die Richtigkeit unserer langjährigen Forderung, die Radwege zwischen Motzen und Gallun und den Lückenschluss zwischen Brusendorf und Klein-Kienitz endlich zu realisieren.

Auf der Bedarfsliste für den Ausbau von Landesstraßen mit Radwegen ist der Radweg zwischen Motzen und Gallun, soweit hinten eingestuft, dass Alternativen des Ausbaues gesucht werden müssen. Es besteht die Möglichkeit das Entflechtungsgesetz des Landes Brandenburg anzuwenden. Wichtig ist dabei auch, dass die Mehrheit der Stadtverordneten in der SVV dem zustimmt und die Stadtverwaltung mit Nachdruck den Beschluss dann umsetzt.

Daniel Müller

 Zusatz:

Entlang der Landesstraße (L 40) muss der in der Liste „Radwegebadarfsplanung“ des Landkreises aufgeführte zu bauende Radweg von Ragow über Brusendorf nach Dahlewitz ebenfalls in der Priorität höher eingestuft werden!

Neuberg

 

Kommunalpolitik muss Vorsorgend sein -
Bereitstellung und Unterhaltung von Kindergärten und Schulen, Pflichtaufgabe der Stadt Mittenwalde

Eine starke SPD Fraktion in der SVV steht für eine langfristige strategische Planung der Bildungs- und Jugendfreizeiteinrichtungen, basierend auf analytischer-wissenschaftlicher Grundlage, verbunden mit einer modernen Zeit- und Finanzierungsplanung unter Bündelung von verschiedensten Förderprogrammen und Investitionsmöglichkeiten.

Die aktuelle Situation Interimslösungen für die Kinderbetreuung zu schaffen, wie im „Haus des Gastes“ in Motzen und im Jugendclub Mittenwalde darf nicht zum Dauerzustand werden. Die neue Kita in Töpchin wird nicht vor Ende 2020 zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden im Stadtgebiet neue Häuser gebaut in denen auch junge Familien einziehen und der Bedarf an Plätzen in unseren Bildungseinrichtungen wächst permanent.
Eine strategische Bedarfsanalyse zum Bedarf an Plätzen in Kitas, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen liegt von der Stadtverwaltung nicht vor. Vielmehr werden die Ressourcen dort, für nicht notwendige Planungen von Neubauten auf „der grünen Wiese“ verwendet.

Deshalb hat für uns nach sorgfältiger Analyse höchste Priorität an der Grundschule Mittenwalde die Bedingungen zu schaffen, die den zukünftigen Anforderungen an das Lernen entsprechen. Neben ausreichenden Klassenzimmern, einer modernen digitalen Infrastruktur usw. sind nebenschulische Einrichtungen, wie ein bedarfsgerechter Essenraum, Freizeitangebote für eine zukünftige Ganztagsschule einzuplanen.

In einem Neu- oder Erweiterungsbau könnte eine Küche integriert werden, die in kommunaler Trägerschaft gesundes, qualitativ hochwertiges Essen für die Kitas und Schulen, auf kurzen Wegen, anbietet. Weitere Essensangebote, wie z.B. für Senioren, wären denkbar.

Heydi Fischer
Martina Milhan